Solidarität mit den Besetzer und Besetzerinnen in den Niederlanden

4 02 2010

Seit 01.02.2010 sind mehrere Universitäten in „den Niederlanden“ besetzt. Dies zeigt wieder einmal den Widerstand gegen die fortschreitende Entdemokratisierung und Privatisierung des Bildungssystems auf der ganzen Welt.

Zwischen Oktober und Dezember ergriff eine Welle von Universitäts- und Schulbesetzungen große Teile Europas und außerhalb. Dass damit die Vermarktung der Universitäten und Schulen nicht aufhören wird, war im Vorhinein klar. Die Gegenbewegung in der Gesellschaft (weltweit) hat aber gerade erst von neuem begonnen.
Die niederländischen Studierenden sprechen selbst vom Kampf gegen Studiengebühren und der zunehmenden Privatisierung der Hochschulen. Dies ist jedoch ein Problem, das uns überall betrifft.

Studiengebühren:

In den letzten (ein bis zwei) Jahrzehnten wurde immer wieder versucht Studienge¬bühren einzuführen. Nicht nur in „Deutsch¬land“, wo diese 2005 legalisiert wurden, sondern auch in etlichen anderen Ländern wie „den Niederlanden“.
Dies ist eine Methode um weitere Selektion voranzutreiben und damit eine Verstärkung der Klassengegensätze zu schaffen. So wird an Universitäten Wissen erarbeitet, das nur wenigen Leuten zugänglich ist und in vielen Bereichen rein kapitalistische Interessen (durch Privatisierung) verfolgt.

Privatisierung:

Privatisierung kommt durch den staatlichen Rückzug im Bildungsbereich zustande. Hier¬durch wird es als notwendig erachtet, dass private (also nicht staatliche) Unternehmen sich in den Bildungseinrichtungen einkaufen oder diese komplett übernehmen. Das dies aber nicht dazu dient, Bildungseinrichtungen weiter mit Geld zu versorgen, wird schnell deutlich.
Die Investoren und Investorinnen lassen es sich nicht nehmen mit zu entscheiden, was ein Ende der Freien Wissenschaft und damit von emanzipatorischer Bildung bedeutet. So werden Universitäten, Schulen, Ausbil-dungs¬plätze etc., zu Reproduktionsstätten des be¬stehenden Systems. Es wird nicht kritisch hinterfragt, sondern ein angeblich wertneu¬trales Weltbild auswendig gelernt und wie¬dergegeben.

Unsere Kritik ist klar:

– Wissen darf nichts kosten, sondern ist gesamtgesellschaftliches Gut.
– Bildung muss frei von strukturellen, systembedingten oder anderen Zwängen sein.
– In Bildungsstätten muss sich ein kritischer Geist entwickeln, dem es möglich wird
bestehende Verhältnisse zu hinterfragen und eine Veränderung zu fordern.
– Wenn dies nicht mehr möglich ist, werden Bildungseinrichtungen besetzt, wie gerade in den
Niederlanden, und im weiteren Schritt enteignet und unter Selbstverwaltung weitergeführt!

Für selbstbestimmtes Leben und Lernen.

Mehr Infos gibt hier.

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5 02 2010
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