Die Kritische Initiative stellt sich vor:

9 07 2009

An der Uni wird Bildung nicht mehr groß geschrieben. Studiengebühren machen Studierende zu Bildungskonsumenten. Proteste werden seitens der Universitätsleitung, wie auch der Regierungen im Bund und der Länder ignoriert.
Das ist nicht nur der Fall, wenn es um Bildungspolitik geht, sondern auch, wenn die Sicherheitspolitik über die Freiheitsrechte des Grundgesetzes gestellt wird. Wenn der Bundesrechnungshof die Bundesregierung ermahnt, Wirtschaftslobbyisten dürften nicht an der Formulierung von Gesetzen mitarbeiten, wie es zur Zeit gängige Praxis ist, dies von den Medien nicht als Skandal, sondern als Notiz am Rande betrachtet wird und wenn die Teilnahme an Wahlen im besten Fall eine Minderung des zu erwartenden Übels verspricht, dann liegt einiges im Argen in einer Demokratie.
Doch um eine Änderung herbei zu führen, fehlt es in der Bevölkerung und besonders auch unter den Studierenden an aufgeklärtem politischen Bewusstsein. Gedanken, Bildung müsse eine Ware sein, wie sie von Meinungsbildenden Konzernen wie Bertelsmann vorangetrieben werden, können sich zu leicht im Bewusstsein der Menschen festsetzen.

Die Kritische Initiative Heidelberg will einen Umschwung erreichen. Dazu verfolgen wir diese Ziele:

  • Wir wollen Studierende sowie die Gesamtbevölkerung über (lokale) Vorgänge und Strukturen aufklären und ihnen alternative Lösungen in sozialen Fragen aufzeigen.
  • Wir wollen eine Politisierung der einzelnen Mitglieder einer Gemeinschaft erreichen, in der alle über ihre Rechte informiert sind und sie auch in Anspruch nehmen wollen, d.h. sich als politische Wesen akzeptieren.

Nur dies kann zu einer Emanzipierung aller Menschen führen, die aus alternativen Lösungsvorschlägen die passenden für sich auswählen und durchsetzen; Menschen, die als selbstbestimmte Individuen Widerstand gegen Unterdrückung leisten.

Die Utopie, die wir anstreben, ist eine Gesellschaft, in der alle Machtstrukturen gesprengt wurden.

Die Mittel, die wir dafür wählen, können verschiedenen Charakters sein, sind aber stets Mittel der Öffentlichkeitsarbeit. Das heißt keineswegs blinden Aktionismus zu predigen, allerdings sind wir der Meinung, das gerade öffentlichkeitswirksame Aktionen zu unserer politischen Arbeit dazugehören müssen.

Wir treffen uns Donnerstags um 20:00 Uhr im Zentralen-Fachschafts-Büro in der Albert-Ueberle Str. 3-5 und versuchen aktuelle politische Themen wie Studiengebühren (viele Ehemalige aus dem AK Studiengebühren sind dabei) und andere soziale Themen zu bearbeiten.

Im hierarchiefreien Raum versuchen wir nachvollziehbar, transparent, reflektiert, differenziert, undogmatisch und zuverlässig (besonders dann, wenn Einzelpersonen ansonsten in Mitleidenschaft gezogen werden können) zu arbeiten. Und uns dabei kritisch und kreativ auszuleben.
Unsere Gruppe kann nur dann viele Ideen umsetzen, wenn ihr die Kritische Initiative unterstützt oder eure Vorstellungen einbringt.

Revolution ist, was ihr draus macht.

Die Kritische Initiative Heidelberg.

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